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Tja, nun ist es offiziell: Ich werde wohl oder übel in Münster studieren. Ludwigshafen hat mir die Absage erteilt und das bedeutet leider, dass das Abenteuer Mannheim zu ende ist. Naja, es war eines meiner besten Jahre und das hab' ich vor allem den ganzen tollen Leuten zu verdanken, die ich hier kennenlernen durfte. Ihr seid die BESTEN!!!
Salut, Mannheim!
11:54 - 2.10.2006 - {5}
Da ich gegen den Holger eine Wette verloren hab' (um mir nicht irgendwelche weiteren Antisympathien zuzuziehen, erspare ich mir hier Details und verweise darauf, dass die meisten eh' wissen, worum es ging), mußte ich wohl oder übel die von ihm vorgeschriebene Kleiderordnung anziehen. Hier nun das Ergebnis...



10:01 - 30.09.2006 - {1}
Zur Zeit befinde ich mich in Mannheim und da man ja nichts Besseres zu tun hat, schnappt man sich eine WG, die Hunger hat, einen erfahrenen Kochgegener und 30 Euro und kocht dann zwei 3-Gänge-Menus für 7 Personen, um die Zeit umzukriegen. Hier nun das Ergebnis:

Die Kontrahenten 

Die Vorspeißen: Zum einen einen gemischten Salat mit Putenbruststreifen und French Dressing und zum anderen einen gebratenen Camenbert mit Preiselbeer-Soße und Toast 

Die Hauptgerichte: Einmal Canneloni mit Hackfleisch-Wein-Füllung und einmal Lachs-Filet mit Blattspinat, Kartoffeln und Sauce Hollandaise Zum Nachtisch gab' auf der einen Seite ein Bananen-Eis-Mousse und auf der anderen eine Zitronen-Creme.

Das Endergebnis!

Der Bewertungsbogen
04:12 - 29.09.2006 - {0}
Tag zusammen.
Vorherige Woche war ich als Betreuer auf Ameland. Hat natürlich (wie jedes Jahr) riesigen Spaß gemacht. Ich stell' einfach mal ein paar Bilder online und ihr könnt euch ein eigenes Bild machen - zumindest teilweise...



07:24 - 1.08.2006 - {2}
Hallo zusammen.
Damit ihr alle auf dem Laufenden bleibt, möchte ich euch kurz über meine aktuelle Tätigkeit informieren. Zur Zeit absolviere ich im Jugendhaus Heek ein dreimonatiges Praktikum. Da ich nämlich mein Germanistik-Studium abgebrochen habe und irgendwann auch mal Geld verdienen muss, will ich gerne in Ludwigshafen Soziale Arbeit an der FH studieren und dafür benötige ich eben dieses Praktikum. Macht aber riesig Spaß.
Ansonsten gibt es nicht so viel zu berichten. Ich hoffe, ihr genießt alle den Sommer. Bis dann!
07:22 - 5.07.2006 - {0}
Im Folgenden eine wirklich gestellte Frage im Abschlußtest Chemie der NUI Maynooth (Grafschaft Kildare, Irland). Die Antwort eines Studenten war so "tiefschürfend", dass der Professor sie seinen Kollegen nicht vorenthalten wollte und über das Internet verbreitete, weshalb wir uns nun ebenfalls darüber amüsieren dürfen.
Bonusfrage: Ist die Hölle exotherm (gibt Wärme ab) oder endotherm (absorbiert Wärme)?
Die meisten Studenten mutmaßten mit Hilfe von Boyles Gesetz, dass sich Gas beim Ausdehnen abkühlt und die Temperatur bei Druck sinkt oder etwas in der Art.
Ein Student allerdings schrieb folgendes:
Zuerst müssen wir herausfinden, wie sehr sich die Masse der Hölle über die Zeit verändert. Dazu benötigt man die Zahl der Seelen, die in die Hölle wandern und die Zahl jener Seelen, die die Hölle verlassen. Ich bin der Meinung, dass man mit einiger Sicherheit annehmen darf, dass Seelen, die einmal in der Hölle sind, selbige nicht mehr verlassen. Deswegen verlässt keine Seele die Hölle. Bezüglich der Frage, wie viele Seelen in die Hölle wandern, können uns die Ansichten der vielen Religionen Aufschluss geben, die in der heutigen Zeit existieren.
Bei den meisten dieser Religionen wird festzustellen sein, dass man in die Hölle wandert, wenn man ihnen nicht angehört. Da es mehr als nur eine dieser Glaubensbekenntnisse gibt und weil man nicht mehr als einer Religion angehören kann, kann man davon ausgehen, dass alle Seelen in die Hölle wandern.
Angesichts der bestehenden Geburts- und Todesraten ist zu erwarten, dass die Zahl der Seelen in der Hölle exponentiell wachsen wird. Betrachten wir nun die Frage des sich ändernden Umfangs der Hölle. Da laut Boyles Gesetz sich der Rauminhalt der Hölle proportional zum Wachsen der Seelenanzahl ausdehnen muss, damit Temperatur und Druck in der Hölle konstant bleiben, haben wir zwei Möglichkeiten:
1. Sollte sich die Hölle langsamer ausdehnen als die Menge hinzukommender Seelen, wird die Temperatur und der Druck in der Hölle so lange steigen bis die ganze Hölle auseinander bricht.
2. Sollte sich die Hölle schneller ausdehnen als die Menge hinzukommender Seelen, dann werden Temperatur und Druck fallen, bis die Hölle zufriert.
Welche der Möglichkeiten ist es nun? Wenn wir Sandras Prophezeiung miteinbeziehen, die sie mir gegenüber im ersten Studienjahr geäußert hat - nämlich, dass "es in der Hölle ein kalter Tag sein wird, bevor ich mit dir schlafe" - sowie die Tatsache, dass ich gestern mit ihr geschlafen habe, kommt nur Möglichkeit Zwei in Frage.
Deshalb bin ich überzeugt, dass die Hölle endotherm ist und bereits zugefroren sein muss. Aus der These, wonach die Hölle zugefroren ist, folgt, dass keine weiteren Seelen dort aufgenommen werden können und sie erloschen ist... womit nur noch der Himmel übrig bleibt und die Existenz eines göttlichen Wesens beweist was wiederum erklärt, warum Sandra gestern Abend die ganze Zeit "Oh mein Gott" geschrieen hat.
Dieser Student erhielt als einziger einen Einser.
03:21 - 30.05.2006 - {0}

03:19 - 30.05.2006 - {0}
Der VfL hat es geschafft! Mit einem souveränen 2:0 über die müde Alemannia aus Aachen setzte sich unser Club gestern an die Tabellenspitze und sicherte sich vier Spieltage vor Schluss den Aufstieg! Damit ist der VfL der Rekordwiederaufsteiger! Jungs, wir sind stolz auf euch!

02:16 - 18.04.2006 - {1}
Tag zusammen! Da schon so lange nichts mehr Neues hier erschienen ist, muss ich mal kurz was schreiben, damit es nicht so aussieht, als würde ich meinen Blog nicht pflegen. In letzter Zeit ist halt nicht so viel Interessantes passiert. Das übliche eben: Party, gammeln und essen. Außerdem hab' ich meine Heimat besucht. Aus Langeweile hab' ich jetzt angefangen, einen Roman zu schreiben, d.h. ich versuch's. Mehr fällt mir jetzt auch nicht ein. Bis dann und die Top 5 wird auch bald aktualisiert.
08:31 - 3.04.2006 - {5}
Mit Hilfe eines alten Feuerwehrautos und meinen Mitbewohner haben wir gestern offiziell die Grillsaison eröffnet. Hier sind nun einige Fotos von diesem ereignisreichen Tag!


06:52 - 19.02.2006 - {0}
Wer schon immer wissen wollte, was hier in Mannheim so abgeht, hier sind einige Fotos von mir und meinen Freunden!



10:30 - 17.02.2006 - {0}
Mal was Witziges von Wolle:
http://www.dudecorp.com/ice_skating
05:46 - 7.02.2006 - {0}
Klar! Vielleicht ist die Sache etwas zu ernst, um darüber Witze zu machen, aber auch über den Tod werden Witze gemacht und wenn man sich nicht einmal mehr über Religion lustig machen darf, dann ist das eine ganz schön langweilige Welt geworden. Also werde ich mich mit meinem neuen Avatar auch mal in die Liste der Gotteslästerer einreihen und hoffen, dass keine Strohpuppen von mir in irgendwelchen Kirchen symbolisch verbrannt werden. Mal sehen, wie lange es dauert, bis Ratze mir mit Sanktionen droht...
Zurück zum eigentlichen Thema: Über wen kann man besser ablästern? Moslems oder Christen? In unserer Gesellschaft ist die Frage eindeutig zu beantworten: Jesus ist das bessere Opfer. Warum? Versucht doch mal in Mekka so einen Witz zu reißen wie: Was waren Jesus' letzte Worte? Mehr Nägel, ich rutsche. In Rom geht so was. Und warum geht so etwas bei uns und nicht in der arabischen Welt? Meiner Meinung nach ist die Sache ganz einfach: Das Christentum ist etwa 600 Jahre älter als der Islam und deshalb sind wir auch emanzipierter. Im 15. Jahrhundert hätte ich so einen Witz auch nicht dem Papst erzählt...
Aber geht es hier wirklich um die Religion? Ich denke, dass die sogenannten Gottestaaten, die jetzt zum Boykott Dänemarks aufrufen eher versuchen, die westliche Welt und ihre Werte zu verteufeln, da ihre Bürger nicht solche Privilegien besitzen, wie Meinungs- und Pressefreiheit.
Auf jeden Fall ist es ein ganz heikles Thema und ich bin gespannt, wie der Westen die Wogen wird versuchen zu glätten und vor allem, wie diese internationale Krise sich auf den drohenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran auswirken wird. Wo ich gerade noch von den beiden spreche: An diesen beiden Staaten sieht man eindeutig, was passiert, wenn man Idioten zum Präsidenten wählt...
Ich hab' noch mal ein wenig recherchiert und dachte mir: Hey, wenn Mohammed verarscht wird, dann auch Jesus! Gleiches Recht für alle!!! Hier ein paar meiner Funde:
Der neue Pfarrer war so nervös, dass er bei der ersten Messe fast nicht sprechen konnte.
So fragte er den Bischof nach Rat. Dieser sagte, dass er vor der Messe zwei Tröpfchen Tequila in ein Glas Wasser gebe und wenn er dieses zu sich nehme, sei er nicht mehr nervös. Nachdem der Pfarrer das getan hatte, ging es ihm so gut, dass er sogar bei einem Sturm die ruhe nicht verloren hätte.
Als der Pfarrer später in die Sakristei zurückkehrte, fand er dort einen Zettel vom Bischof vor:
"Geschätzter Pfarrer! Ich gebe ihnen einige Anmerkungen zu Ihrer ersten Messe und hoffe, dass sich diese Angelegenheiten in der nächsten Messe nicht wiederholen werden:
1. Es ist nicht nötig, Zitronen an den Kelchrand zu stecken. 2. Der Kasten neben dem Altar ist der Beichtstuhl und nicht das WC. 3. Die Gebote sind derer zehn und nicht "circa zwölf". 4. Die Anzahl der Apostel war zwölf und nicht "sieben oder so". 5. Jesus und die Apostel benennen wir nicht mit J.C and the gang. 6. David besiegte Goliath mit einem Stein durch die Steinschleuder - er fixte ihn nicht zu Tode. 7. Wir benennen Judas nicht mit Hurensohn und der Papst ist nicht El Padrino. 8. Bin Laden hat nichts mit dem Tod von Jesus zu tun. 9. Das Weihwasser ist zum Segnen da und nicht um den Nacken zu erfrischen..... 10. Weshalb Sie den Messwein in einem Zug leergetrunken, dann Salz geleckt und anschließend in Zitrone gebissen haben, ist mir auch unklar. 11. Niemals sollten Sie beten, indem Sie sich auf die Stufen vor dem Altar setzen und den Fuß auf die Bibel legen. 12. Die Hostie dient nicht als Aperitif zum Wein, sondern ist für die Gläubigen gedacht. 13. Bitte nehmen Sie den Satz: Brechet das Brot und verteilt es unter den Armen! nicht wörtlich. Es war nicht nötig, sich zu übergeben um die Schweinerei dann noch unter den Achselhöhlen zu verteilen. 14. Noah baute die Arche und besaß kein Offshore-Boat. 15. Abraham war auch nicht der Vater der Schlümpfe. 16. Die Aufforderung zum Tanz ist nicht schlecht, aber eine Polonaise durchs Kirchenschiff: Nein!!!! 17. Die Tussi mit den kleinen Möpsen war die Jungfrau Maria; stützen Sie sich nicht mehr auf die Statue auf, noch weniger müssen Sie sie umarmen und bitte auch nicht küssen. 18. Der Freak im Kirchenschiff ist übrigens Jesus; er hängt da auch nicht so rum, sonder ist ans Kreuz genagelt. Und seine letzten Worte war nicht: "Mehr Nägel - ich rutsche!" 19. Jener in der Ecke des Chores, welchen Sie als schwule Sau, ja sogar als Transvestit mit Rock benannten, das war übrigens ich. 20. Das nächste Mal geben Sie bitte einige Tröpfchen Tequila ins Wasser und nicht umgekehrt."
Herzlichst
Ihr Bischof
02:06 - 6.02.2006 - {0}
Ich hab' mal ein wenig bei High Fidelity geklaut und nun meine eigene, für den Monat spezielle Top 5 veröffentlicht. Ich hoffe, dass ich es jeden Monat schaffe, diese zu aktualisieren.
02:06 - 27.01.2006 - {2}
Bald liegen die Klausuren an und das heißt wohl oder übel: lernen. Während ich diese Zeilen in meinen PC hämmere, müßte ich eigentlich auch genau das tun, doch leider fehlt - wie bei den meisten - die Motivation.
Wen interessiert schon Semiotik? Sollen das doch die lernen, die es auch wirklich wollen.
Das Problem ist nur: Durch Desinteresse minimiert sich der Lernerfolg, und wenn der Erfolg ausbleibt, bleibt auch der Schein aus und dann muss ich diese stinklangweilige Vorlesung nochmal besuchen. Ein Teufelskreis.
Aber das Herumjammern bringt mir auch nichts. Wir Franzosen sagen da: C'est la vie.
Also zurück zu "Alquid stat pro aliquo" und meinen guten Freunden Linke, Nussbaumer und Portmann!
Bis bald
09:45 - 16.01.2006 - {1}
Frohes Neues!
Ich wünsche euch allen genauso ein super Jahr, wie es 2005 schon war! Haltet die Ohren steif...
08:57 - 7.01.2006 - {0}
Beep – Beep – Beep. Wie jeden Morgen in der Woche klingelte der Wecker um 6 Uhr 30. Nichts Besonderes also. Er machte sich fertig, packte sein Pausenbrot ein, stieg auf sein Fahrrad und fuhr los zur Schule. Wie jeden Schultag. Heute war seine Tasche schwerer. Die Riemen drückten auf seinen dünnen Schultern.
Die Nachbarn schliefen noch zum größten Teil. Warum auch nicht? Er würde auch nicht um 7 Uhr morgens aufstehen, wenn er den ganzen Tag sowieso nichts zu tun hätte. Nur der alte Mann aus dem Plattenbau gegenüber ging schon mit seiner kleinen Töle spazieren. Dieses Mistvieh kackte wieder den ganzen Basketballplatz zu. Der einzig annehmbare Ort im ganzen Viertel. Der alte Mann sah ihn verächtlich und misstrauisch an – wie immer. Er hatte sich an verächtliche und misstrauische Blicke von alten Menschen gewöhnt und es machte ihm nichts mehr aus, einfach die Straßenseite zu wechseln, wenn die vergreisten Blicke ihn trafen.
Es hatte schon geklingelt, als er an der Schule ankam. Er war nie vor dem ersten Klingeln auf dem Schulhof. Warum auch? Es gab hier nichts, was ihn dazu bewegen konnte, fünf Minuten eher aus dem Haus zu gehen. Langsam schlich er durch die gut gefüllten Flure der verdreckten Schule. Dumpf nahm er ein paar Schimpfworte wahr und aus großer Entfernung hörte er Pseudo-Gangster-Sprüche. Diese Oberflächlichkeit und Berechenbarkeit der anderen kotzte ihn an.
Langsam tat ihm die Schulter weh. Er war froh, als er die Tasche neben seinem Stuhl abstellen konnte. Er setzte sich auf seinen Platz in der letzten Reihe in die Ecke, nahm die Hitler-Biographie aus seiner Tasche und kümmerte sich nicht um seine Umgebung. Sie tat es ja schließlich auch nicht. Wie immer. Der Mathe-Lehrer war froh, sich nicht auch noch mit ihm beschäftigen zu müssen. Er hatte genug mit den anderen Halbstarken zu tun.
Die Papierkugeln, die ihn hin und wieder trafen, bemerkte er gar nicht. Er war zu sehr in die Biographie des deutschen Diktators vertieft, dass seine Mitschüler bald die Lust daran verloren, ihn zu stören. Manche von denen kannten nicht einmal seinen vollen Namen. Es war üblich, dass man sich mit dem Nachnamen ansprach. Er wollte auch nicht unbedingt auf Tuchfühlung mit jedem einzelnen gehen.
Hitler war auch distanziert zu seiner Umgebung. Dennoch war er bekannt, geliebt und gefürchtet. Warum? Weil er etwas getan hatte. Ihm war auch klar, dass Hitler keine Heldentaten vollbracht hatte, aber dennoch hat er etwas getan und ist somit in die Welthistorie eingegangen. Jeder kennt ihn.
Noch hatte er nichts getan, aber wenn er erst einmal etwas getan hatte, würden zumindest seine Mitschüler ihn kennen. Dann würden keine Papierkugeln mehr nach ihm geworfen werden. Der Wecker würde aufhören jeden Morgen um halb Sieben zu klingeln. Der alte Mann ließe seinen dämlichen Köter nicht mehr auf das Spielfeld scheißen. Der Mathe-Lehrer würde ihn nicht mehr ignorieren. Zum ersten Mal in seinem Leben würden die Menschen Respekt vor ihm haben. Warum? Weil er etwas gemacht hat.
Als der Schuss losging und die Mathematiker-Schädelstückchen langsam an der grünen Tafel hinunter glitten und dabei die Kreide verwischten, war schlagartig Ruhe im Klassenzimmer. Es flogen keine Papierkugeln mehr. Nicht auf ihn oder sonst irgendwohin. Alle Blicke waren auf ihn gerichtet. Der laute Schrei der Streber-Blondine in der ersten Reihe verstummte leise wimmernd mit dem Schuss in ihren Rücken und durch ihre dicken Titten hindurch.
Eigentlich hätte das schon gereicht, um ihm eine Persönlichkeit zu verpassen. Aber er hatte da noch eine Rechnung mit einem Basketballplatz-zuscheißendem Hund und dessen Besitzer offen. Den aus den Klassen stürzenden Lehrern begegnete er mit einem Beinschuss und einem Oberarmschuss. Daraufhin verkrochen sich alle anderen feigen Wichser wieder in ihre Löcher.
Bis zu der Plattenbausiedlung am Stadtrand brauchte er nicht lang, obwohl ihn eine Mutter mit ihrem Kind aufgehalten hatte, als sie sich erst über seine rücksichtslose Raserei in der Fußgängerzone brüskiert hatte und ihm dann auch noch mit den Bullen drohte, als er ihr die Nase zertrümmert hatte.
Der alte Sack saß wie immer auf der Parkbank neben dem Spielfeld. Der Hund hatte sich gerade hingehockt, um einen richtig dicken Haufen direkt unter dem Korb zu setzten. Er war echt erstaunt, wie schockiert der Greis war, als ihm auf einmal Teile seines Haustiers in seinem faltigen Gesicht hangen. Noch erstaunter war er, als dieser alte Mann, der mit Sicherheit gegen die Russen im Krieg gekämpft hatte und sicherlich mehrere Menschenleben auf dem Gewissen hat, anfing zu weinen, als er ihm die Knarre an den Kopf hielt. Als dieses faltige und klapprige Etwas dann auch noch anfing zu beten, wurde ihm die ganze Sache zu bunt und er drückte ab. Der kopflose Körper fiel unspektakulär zu Boden. Aber wer hatte denn behauptet, dass seine Tat spektakulär sein müsse, damit ihn in Zukunft jemand kennt?
Von nun an scheißt kein Hund mehr seinen Basketballplatz zu. Niemand ignoriert ihn oder schaut ihm misstrauisch und verächtlich nach. Keiner wirft mehr Papier nach ihm. Und als der letzte Schuss losging klingelte der Wecker niemals mehr morgens um 6 Uhr 30.
11:41 - 20.12.2005 - {1}
Der Abgrund. Ich steh vor ihm. Doch steh ich auch über ihm? Ich denke nicht. Denn sind es nicht die Gefühle, die unser Leben bestimmen? Wir sind so schlau und glauben, wir wären der Herr der Lage. Doch sind es immer die anderen, die unsere Lage bestimmen. Nun blicke ich in die Tiefe und sehe das zukunftsreiche Nichts vor mir, in das ich mich zu stürzen habe, um mein Leben nach den Vorstellungen anderer zu führen.
Pubertierende Idiotismen? Vielleicht. Es sind die Entschuldigungen fehlgeschlagener Pädagogik der Moderne. Aber was ist, wenn diese Idiotismen länger aufrechtgehalten werden, als nur fünf, sechs Jahre? Dann sind es Zukunftsängste. Und die sind mit Sicherheit schlimmer, als diese Pickelparanoia.
Der Abgrund ist da. Er lässt sich nicht leugnen. Sämtliche Gefühle tief in mir haben ihn ausgehoben. Die Angst vor dem Verlust, obwohl man abschließen muss und sogar will. Die Angst vor etwas neuem, obwohl man einen neuen Abschnitt erleben muss und sogar will. Die Angst vor der Vergangenheit, die man hinter sich lassen muss, aber nie so ganz kann und will. All das sind Entschuldigungsversuche. Aber eben nur Versuche.
Vor diesem Abgrund steht man ein Leben lang. Aber ist es dieses Dasein wirklich wert? Ist es all das wirklich wert, sich in diesen Abgrund zu stürzen und alles hinter sich zu lassen? Während des Falls zu denken: Habe ich die richtige Entscheidung getroffen? Ein Sprung – Kein Zurück! So ist das Leben nun einmal. Hart. Aber auch gerecht?
Der Abgrund ist da und er bleibt da. Nicht fair. Aber wen kümmert das schon? Den One-Night-Stand vom Wochenende? Dem Hausmeister aus dem Erdgeschoß? Die Ex-Freundin, die doch trotz der Beziehung – oder gerade deswegen – immer noch eine gute Freundschaft vorheuchelt? Den Freunden?
Im Gegensatz zu manchen zwischenmenschlichen Dingen bleibt dieser Abgrund. Unfair? Ja klar! Aber was will man machen? Versuchen, ihn zuzuschütten? Womit? Mit Illusionen? Um dann zuzusehen, wie diese Illusionen am Boden zerschmettern?
Der Abgrund ist nicht fair. Er braucht nicht fair zu sein. Er ist ein Abgrund! Wie soll ein Abgrund auch fair sein? Er geht nur in eine Richtung: Nach unten!!!
Ich blicke dem Abgrund in sein tiefes, schwarzes Auge. Ich fixiere ihn und denke: Irgendwann hast du mich.
Aber nicht heute!
05:20 - 19.12.2005 - {0}
Als er aufstand, hatte er wie jeden Morgen in der letzten Zeit dicke schwarze Ringe unter den Augen. Er schlief wenig. Und wenn er schlief, träumte er entweder gar nichts oder schlecht. Am besten konnte er einschlafen, wenn betrunken oder bekifft war. Wegen den Drogen hatte er kein besonders schlechtes Gewissen. Es taten mehrere, ja fast alle in seiner Umgebung. Gut, bis auf die verkrampften Spießer. Außerdem war Cannabis viel angenehmer als Alkohol. Zwar gehörte etwas Übung dazu, damit es nicht mehr so kratzt im Hals und Alkohol, zumindest die weichen Sachen, sind einfacher zu besorgen und zu konsumieren. Aber dafür wirkt Gras angenehmer auf die Leute.
Gestern hatte er nichts geraucht oder getrunken. Er war den ganzen Sonntag im Bett geblieben, hatte ferngesehen, darauf gehofft, dass ihn jemand anruft, ihm die neusten Dummheiten der vergangenen Nacht erzählt und sich später bei einem billigen Porno aus dem Netz einen runtergeholt – also der normale Verlauf eines Sonntags. Aber weil er so lange im Bett gelegen hatte, konnte er nachts nicht einschlafen und blieb lange wach im Bett liegen. Machte sich Gedanken. Gedanken, so verwirrend und konfus wie immer. Konfus wie sein Leben. Und genau darüber machte er sich Gedanken.
Beim Frühstück blätterte er die Zeitung durch. Politik. Sport. Medien. Lokales. Todesanzeigen und Werbung. Zum Schluss die ganzen verzweifelten Singles, die die Einsamkeit schon so weit getrieben hatte, sich auf ein Blind-Date mit jemanden einzulassen, der genauso von der Einsamkeit angetrieben verzweifelt und detektivisch die Annoncen nach einem passenden Gegenstück durchforstet hatte und dabei zufällig dann auf denjenigen gestoßen war, der dieses Angebot seiner selbst in der Zeitung aufgesetzt hatte.
Über diese armen Teufel konnte er nur müde lächeln. Soweit würde es bei ihm nicht kommen. Er war jung, hatte Pläne und würde sie auch verwirklichen.
Er sucht Sie. Sie sucht Ihn. Er sucht Ihn. Sie sucht Sie. Gegen einen flotten Dreier hatte er bestimmt nichts einzuwenden. Welcher Mann hätte das auch schon? Er klappte die Zeitung zu. Sonst verpass ich noch meinen Bus.
05:07 - 19.12.2005 - {0}
Wach. Wieder einmal. Das geht mir echt auf die Nerven. Ich denk zuviel. Verschwende zu viele Gedanken an Frauen. Ich sollte lieber schlafen. Sonst bin ich wieder die ganze Woche im Arsch. Wenn Frauen wüssten, welche Macht, welche einzigartige Macht sie über uns haben. Ein Blick von ihren bezaubernen, verwunschenen, tiefgründigen, intelligenten Augen genügt, um uns Männern den zugewiesenen Platz zu bestätigen. Wahrscheinlich wissen sie es. Sie sind nur zu clever, als dass sie uns in ihre Geheimnisse einweihen würden und uns ein Teil ihrer werden lassen.
Ich klinge vielleicht etwas verbittert, gedemütigt – aber ich bin nur realistisch. Ich liebe die Frauen und hasse sie auch gleichzeitig. Irgendwer Berühmtes hat mal gesagt: „Frauen – man kann nicht mit ihnen, aber auch nicht ohne sie leben.“ Und damit hat er völlig Recht. Wie langweilig wäre mein Leben gewesen ohne diese vielen verschwendeten Stunden wach im Bett, in denen ich kein Auge zugetan habe, weil mich die ganze Zeit ein Paar Augen wach gehalten haben.
Ich hätte mir vieles erleichtert, wäre ich an die ganze Sache nüchterner herangegangen. Mein größtes Problem war im dieses Fixieren einer einzigen Person. Es musste erst immer jemand Neues auftauchen, bevor ich von der Alten lassen konnte. Das hat mir viele schlaflose Stunden beschert. Und sich immer die falschen auszusuchen – das ist eine Kunst, für die ich mich fast schon bewundere. Die ist schon vergeben. Die ist nicht dein Kaliber. Die wohnt zu weit weg. Die ist nicht dein Typ. Aber versuchen Sie mal, als hormon-geplagter Teenie darauf klarzukommen. Irgendwann nimmt man dann nur noch, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Vielleicht ist dann ja mal irgendwann eine dabei, die auch geht. Man hört mit der Zeit auf, an die große Liebe zu glauben und will einfach nur noch jemanden haben, damit man nicht mehr alleine ist. Ich glaube, solche Gedanken veranlassen viele alte Menschen dazu, sich im hohen Alter noch zu verheiraten. Oder sie schaffen sich einen Hund an.
Tiere sind nicht so mein Ding. Außerdem kann man mit denen nicht reden. Ich glaube, dass mir mit Sicherheit schon die Liebe meines Lebens über den Weg gelaufen ist. Und mit Sicherheit habe ich sie ihren Weg weitergehen lassen, ohne mich ihr in den besagten Weg zu stellen.
Vielleicht haben Sie Recht, wenn Sie meinen, ich sei verbittert. Verpasste Chancen plus Abhängigkeit gleich verbittert? Ich denke, diese Rechnung könnte bei so manchen aufgehen. Und immer noch lieg ich wach. Alleine. Das geht mir auf die Nerven. Und die ganze Woche über bin ich wieder im Arsch. Gedanklich. Nur meine Kollegen werden es nicht mitbekommen. Für die reiß ich wieder mal ein paar Sprüche. Alle lachen. Keiner bemitleidet mich. Ich steh dann nicht als Versager da.
06:30 - 13.12.2005 - {0}
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